Svadhyaya

Das eigene Studium - das Studium des Selbst

Wörtlich übersetzt bedeutet sva das Selbst und adhyaya das Studium.

Traditionell ist damit das Studium oder die Kontemplation über die heiligen Schriften Indiens gemeint.

Svadhyaya bedeutet aber auch die Praxis sich selbst zu erforschen und zu erkennen.

So kann im weiteren Sinne alles, was uns berührt, was unsere innere Natur nährt und was uns inspiriert zum Selbststudium beitragen.

Neben der Literatur, zählen dazu auch andere Ausdrucksformen wie z.B. Musik, Bilder, Theater, Tanz.

Mit den Beiträge an dieser Stelle, möchte ich aus meiner eigenen Erfahrung Impulse zu Svadhyaya geben.

 

Indienreise

"Das Reisen führt uns zu uns selbst." Albert Camus

Wer hier im Westen Yoga praktiziert, entwickelt vielleicht den Wunsch, mehr über das Ursprungsland des Yoga zu erfahren.

Schon Hermann Hesse hat uns mit seiner Erzählung "Siddhartha" wundervolle Einblicke in das von Spiritualität geprägte Indien und die Geschichte der Sinnsuche Siddhartha's geschenkt.

Die "Autobiographie eines Yogi" von Paramahansa Yogananda berichtet über das Leben dieses, vor allem auch für den Westen, bedeutsamen Yogis und Meisters in der ersten Hälfte des 19.Jh.

Aus einer ganz anderen Sparte kommt das Buch "Die Suche nach Indien" von Dennis Freischlad beschreibt "eine Reise in die Geheimnisse Bharat Matas". Seine Schilderungen poetischer und skurriler Begegnungen waren mit die Inspiration, um mich für meine Entdeckungsreise nach und in Indien zu öffnen.

Helge Timmerbergs Geschichten seiner vielen Indienreisen sind für mich immer eine große Freude. Mit feinem Humor und Kraft trifft er das Herz des Lesers oder der Leserin und nimmt sie mit auf eine einzigartige Reise nach Indien, in die Welt und zu sich selbst. "Timmerberg ist ein Poet, aber er macht die Welt nicht poetischer, als sie ist." (SZ zu "Shiva Moon")

 

Reisebericht

Yoga Intensiv am Ganges mit Ashwani Bhanot und Klaus Wendel

Zürich - Delhi : 6000 km bis in eine andere Welt. Wie beruhigend, dass ich von Vicky Singh, dem Fahrer, am Flughafen abgeholt und zu unserer Unterkunft gebracht werde. Nach einem Tag in dieser mindestens 16 Millionen Stadt geht es mit dem Gruppenbus weiter nach Norden: Zwischenstopp in Haridwar, eine der heiligen Pilgerstädte am Ganges - die gelebte Spiritualität wird spürbar. Weiter geht es ins Gebirge, immer am Ganges entlang, an Rishikesh vorbei. Berge, Dschungel und der Fluss - wir sind angekommen. Zu Fuß überqueren wir den breiten beeindruckenden Ganga, dankbar, dass die Esel das Gepäck für uns tragen. Das Reisen in Indien ist aufregend, aber auch anstrengend. Doch endlich sind wir angekommen und die Mühe wird belohnt: Anandlok, scheint im Paradies zu liegen. Wir werden willkommen geheißen und das Yoga Retreat beginnt. Die tägliche Yoga Praxis, der heilige Fluss, kleine Wanderungen zu Tempeln, Ausflüge in die wundervolle Yoga Hauptstadt Rishikesh und Begegnungen mit den Menschen, lassen in die Magie dieses Landes eintauchen. 

Obwohl Indien so rießige und unfassbare Gegensätze in sich trägt, habe ich - sicher auch weil ich durch meine beiden Lehrer und Reiseführer so gut behütet war - nur gute Erfahrungen gemacht und das Land und die Menschen in mein Herz geschlossen. Die Indienreise war für mich eine große Bereicherung und ich schöpfe aus den vielen Eindrücken, die sich im Nachhinein in Lebendigkeit, Wärme und Farben entfalten.                                                                      Herzlichen Dank an Ashwani und Klaus, die mir diese Einblicke ermöglicht haben.

Klaus und Ashwani findet ihr unter www.yoga-anandareisen.de.